PRUTZ (09.04.2019). Die Tunnelvortriebsmaschine (TVM) Nord, auch bekannt unter ihrem Spitznamen „Zauberbohrer“, hat am 09. April mit dem Durchschlag zum Gegenvortrieb in Prutz/Ried ihr Ziel erreicht.

„Trotz geologischer und maschinentechnischer Schwierigkeiten, die den Vortrieb mehrfach verzögert haben, konnten die Vortriebsarbeiten durch die TVM Nord erfolgreich abgeschlossen werden“, betont GKI-Geschäftsführer Johann Herdina. „Nach der Fertigstellung des Krafthauses in Prutz im vergangenen Herbst ist dies ein nächster Meilenstein auf dem Weg zum Gemeinschaftskraftwerk Inn. Nun gilt unsere volle Aufmerksamkeit dem weiteren Vortrieb der Südmaschine sowie den Arbeiten an der Wehranlage und dem Dotierkraftwerk in Ovella.“

Über 90 Prozent des Tunnelvortriebes zurückgelegt

Seit 25. Februar 2016 arbeitete sich die über 1.000 Tonnen schwere Tunnelvortriebsmaschine vom Fensterstollen in Maria Stein in nördliche Richtung über eine Länge von über 9.400 Metern vor, wobei rund 320.000 m3 Festgestein ausgebrochen wurden. Unvorhergesehene Schwierigkeiten wie Bergwasserzutritte oder geologische Störungen sorgten mehrfach für Verzögerungen bzw. eine verringerte Vortriebsleistung.

Insgesamt sind bereits über 90 Prozent des 23,3 Kilometer langen Triebwasserstollens (inklusive Schrägschacht und Gegenvortrieb) ausgebrochen. Die Südmaschine „Magliadrun“ kommt weiterhin gut voran – die Vortriebsarbeiten an der rund 12 Kilometer langen Südröhre sollen im Sommer 2019 abgeschlossen werden.

Erfolgreicher Durchschlag der Tunnelvortriebsmaschine Nord