Stollen

Das Wasser fließt von der Wehranlage in Ovella bis zum Krafthaus in Prutz/Ried durch einen rd. 23,2 km langen Triebwasserstollen. Dieser führt durch den Berg auf der orografisch rechten Talseite, je nach Lage zwischen 130 m und 1.200 m tief unter der Oberfläche. Im Triebwasserstollen herrscht ein geringer Druck, vergleichbar mit dem Druck in einer gewöhnlichen Haushaltswasserleitung. Der Druck steigt im steil nach unten fallenden, gepanzerten Schrägschacht auf etwa 16 bar an. Im Krafthaus trifft das Wasser dann auf die Turbinen und treibt diese an.

0,2 km
Länge Triebwasserweg
0,8 m
Durchmesser Stollen
0.000
verbaute Tübbinge
0,8 m
Durchmesser Schrägschacht
TVM_Die-Tunnelvortriebsmaschine-Magliadrun.jpg

Maria Stein: Ausgangspunkt für den Stollenvortrieb

Der Fensterstollen in Maria Stein ist der Ausgangspunkt für den Stollenbau. Von dort aus wird der eigentliche Triebwasserstollen mit Hilfe von zwei Tunnelbohrmaschinen ca. 12,7 km in Richtung Wehranlage und ca. 8,9 km in Richtung Krafthaus gefräst. Bei der Wehranlage in Ovella und beim Krafthaus in Prutz/Ried erfolgt ein Gegenvortrieb. Ausgekleidet und gesichert wird der Stollen im Inneren durch sogenannte „Tübbinge“, Ringsegmente aus Stahlbeton. Insgesamt werden für die Herstellung des Stollens etwa 1 Mio. m3 Gestein aus dem Berg gebrochen.