Stauraum und Wehranlage

Ein Kernbestandteil des Gemeinschaftskraftwerk Inn ist die Wehranlage. Sie staut den Inn auf einer Länge von ca. 2,6 km im österreichisch-schweizerischen Grenzgebiet. Auf der orografisch rechten Seite der Wehranlage befindet sich der Einlauf zum Triebwasserstollen. Dort werden maximal 75 m3/s Wasser zur Stromproduktion aus dem Stauraum geleitet und gelangen über den Triebwasserweg und den Schrägschacht zum Krafthaus. Am Wehr wird in der Winter und Übergangszeit eine konstante, ökologisch angepasste Dotierwassermenge abgegeben. In der Sommerperiode sieht das dynamische Restwassermodell eine Anpassung der Restwassermenge an die natürlichen Zuflüsse im Inn vor. Auch dieses Wasser wird energiewirtschaftlich sinnvoll genutzt: Durch eine eigene Dotierturbine am Wehr werden dort 7,84 GWh Strom erzeugt.

0,6 km
Länge (ca.)
0 m
max. Wassertiefe
0.000 m3
Nutzvolumen
0 m3/s
max. Ausbauwassermenge

So bauen wir die Wehranlage

Schon vor Baubeginn wird der gesamte Bereich der Wehranlage mit sieben zum Teil bis zu einigen hundert Meter langen Steinschlagschutznetzen gesichert. Der anschließende Bau der Wehranlage erfolgt in Nassbauweise. Das bedeutet, dass der Inn je nach Bauphase kleinräumig umgeleitet wird, um „trockene“ Flächen für die Bauarbeiten zu schaffen. Als erstes wird das Wehrbauwerk hergestellt. Anschließend wird der Inn durch das vollendete Wehr geleitet, um die orografisch rechte Seite trockenzulegen. Dort werden dann der Triebwassereinlauf, die Fischwanderhilfe und das Betriebsgebäude gebaut und somit der Wehranlagenkomplex fertiggestellt.