Das Gemeinschaftskraftwerk Inn

Seit den 1950er-Jahren wird am oberen Inn sauberer Strom aus Wasserkraft erzeugt. Die Kraftwerke Pradella-Martina und Imst bilden dabei eine „Kraftwerkskette“, in die sich nach der Fertigstellung auch das Gemeinschaftskraftwerk Inn eingliedern wird.

Mit dem Gemeinschaftskraftwerk Inn entsteht im schweizerisch-österreichischen Grenzgebiet ein einzigartiges, grenzüberschreitendes Laufwasserkraftwerk. Das großteils unsichtbare, da hauptsächlich unterirdisch gebaute, Kraftwerk erstreckt sich vom Ortsteil Martina der Schweizer Gemeinde Valsot über das Gebiet von sieben Gemeinden des Oberen Gericht in Tirol. Im wesentlichen besteht das Gemeinschaftskraftwerk Inn aus drei Elementen: Wehranlage, Triebwasserstollen und Krafthaus.

Im Grenzgebiet zwischen Martina und Nauders entsteht die Wehranlage mit einem 15 m hohen Wehr zur Wasserfassung. Vom gestauten Wasser werden bis zu 75 m3/s in den 23,2 km langen Triebwasserstollen geleitet. Dieser mündet in den Druckschacht, der zu den Turbinen im Krafthaus in Prutz führt. Dort erzeugen zwei leistungsstarke Maschinensätze, bestehend aus je einer Francis-Turbine und einem Generator, umweltfreundlichen Strom. Das dafür verwendete Wasser fließt durch einen unterirdischen Kanal wieder in den Inn zurück.

Kennzahlen des GKI

  • Leistung: 89 MW
  • Jahreserzeugung: ca. 414 GWh (vorb. Optimierung)
  • Ausbaudurchfluss: max. 75 m3/s
  • Fläche Wassereinzugsgebiet: 1.960 km2
  • Investitionsvolumen: rund 461 Mio. Euro
  • Fallhöhe brutto: 160,7 m

 



Stauraum und Wehranlage

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Krafthaus

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