Prutz, 25.04.2017: 16.000 Kubikmeter Beton und 2.800 Tonnen Stahl wurden in nur 18 Monaten beim Krafthaus in Prutz verbaut. Im Durchschnitt waren 30 Fachkräfte an der Errichtung des Krafthauses des Gemeinschaftskraftwerks Inn (GKI) beteiligt. Nun beginnen die Hauptmontagearbeiten im Inneren und die landschaftlichen Gestaltungsmaßnahmen rund um das Krafthaus. Auch die Arbeiten am Unterwasserkanal laufen plangemäß und die Freigabe des Geh- und Radweges wird Anfang Mai erfolgen.

Mit der Firstfeier beim Krafthaus in Prutz wird ein wichtiger Meilenstein bei der Errichtung des GKI im Oberen Gericht abgeschlossen. „Die planmäßige Fertigstellung des Rohbaus zeugt von einer effizienten Projektabwicklung. Wir gratulieren der Bauleitung und danken den beteiligten Unternehmen Hinteregger, Strabag/Züblin und Jäger für die gute Abwicklung“, freut sich Michael Roth von der GKI Geschäftsführung.

Beginn der Geländegestaltung sowie Freigabe von Geh- und Radweg

Nach der Fertigstellung des Krafthaus-Rohbaus wird im Juni die Geländegestaltung beginnen. „Die Zwischenlager des Aushubmaterials werden abgebaut und im Bereich des Krafthauses aufgeschüttet. Das Krafthaus nimmt somit seine endgültige Gestalt an. Von außen eher unscheinbar, werden dort ab Anfang 2020 jährlich rund 400 Gigawattstunden Strom aus erneuerbarer, sauberer Wasserkraft erzeugt. Das entspricht dem jährlichen Energiebedarf von bis zu 100.000 Haushalten“, erklärt Roth. „Für die Anrainer wird der Geh- und Radweg ab Anfang Mai nach der rund 2-monatigen Sperre und der Umleitung auf die alte Landesstraße wieder benutzbar. Die Einbringung der noch benötigten Spundwände für die Baugrubenumschließung des Unterwasserkanals ist für die schulfreie Zeit geplant, um die angrenzenden Schulen (Neue Mittelschule Prutz und Polytechnische Schule Prutz) nicht während des Unterrichts zu stören“, erläutert Klaus Schretter von der GKI-Projektleitung.

Krafthaus Prutz_

Das Krafthaus-Herzstück des GKI

Für die Errichtung des Krafthauses wurden 17.000 m3 Erdmasse ausgehoben. Insgesamt wurde 16.000 m3 Beton und 2.800 Tonnen Stahl verbaut. Die Dachfläche beim Krafthaus beträgt 820 m2. Im Inneren des Krafthauses werden zukünftig durch zwei Maschinensätze, jeweils bestehend aus einer Francisturbine und einem Generator, mit einer Gesamtleistung von 89 Megawatt jährlich rund 400 Gigawattstunden Strom aus erneuerbarer, sauberer Wasserkraft erzeugt. Der Spezialtiefbau für die Baugrubenumschließung durch Schlitzwände und die Litzenanker wurde von der Firma Strabag/Züblin vorgenommen. Die Oberbauleitung hatte die Firma Hinteregger inne. Im Betonbau war neben Hinteregger und Strabag auch die Firma Jäger beteiligt.